Sind Hängeregistraturen noch zeitgemäß?
In den Büros und Verwaltungen findet man nach
wie vor Hängeregistraturen jeglicher Art. Sie behaupten sich
gegenüber den Brief- oder Aktenordnern, auch Hebelordnern
genannt. Welchen Vorzug haben sie, wenn überhaupt,
gegenüber den Aktenordnern?
Der Aktenordner ist eine Sammelakte, d.h. eine Vielzahl
von Vorgängen sind in ihm zusammengefasst. Dabei sind die
einzelnen zum Vorgang gehörenden Schriftstücke
getrennt abgelegt. Beispiel: Schriftstücke eines
Kundenbestell-Vorgangs werden üblicherweise in getrennten
Briefordnern abgeheftet. So gibt es Ordner für Bestellungen,
Korrespondenz, Rechnungen, Versandpapiere, Vertreter u.a.
Während der Bearbeitung des Bestellvorgangs
beim Sachbearbeiter werden die Papiere lose gehandhabt, mit
Büroklammern zusammengefasst oder vorläufig in
Klarsichthüllen abgelegt. Nach der Bearbeitung
kommen Sie in einen Ablagekorb. Dort werden sie nicht Vorgangweise
zusammengehalten, sondern miteinander vermischt. Damit sie nachher in
den Ordnern abgeheftet werden können, werden sie nicht, wie
gesagt, nach Vorgängen sondern nach Schriftgutarten
abgeheftet. Dazu müssen sie erst noch entsprechend sortiert werden.
Verschiedene Arten der Hängeregistraturen
Hier setzt nun die Hängeregistratur an.
Ordnungsmittel dieser Kategorie gibt es in den verschiedensten
Ausführungen je nach Hersteller. Grundsätzlich sind
alle Mappen mit Hängeschienen ausgerüstet, die
seitlich überstehen, damit man die Mappen in
Hängegestellen aufhängen kann. Früher, d.h.
das findet man auch heute noch häufig bei
Rechtsanwälten, Juristen und Gerichte, herrschte die
Flachablage vor. Die Mappen wurden einfach übereinander
gestapelt. Schließlich kam man Anfang der 20er Jahre darauf,
dass das äußerst unzweckmäßig
war. Man erfand die Hängeregistratur im Jahre 1893, denn man konnte ja nicht
die Mappen einfach hinstellen, also hing man sie auf wie man Kleider
auf einen Bügel hängt. Zusätzlich musste das
Schriftgut geheftet werden, denn sonst würde der Inhalt heraus fallen.
Mit dieser Erfindung hatte man das Problem
gelöst, Einzelmappen anzulegen, z.B. für einzelne
Kunden, Lieferanten oder Sachgebiete. Aber für eine Ablage
nach Vorgängen, waren auch sie nicht geeignet, denn die
überwiegende Zahl von Vorgängen bestehen nur aus
wenigen Schriftstücken, sagen wir 5 - 30. Für jeden
Vorgang einen Hängehefter anzulegen, wäre zu
aufwändig gewesen. Ganz abgesehen davon, dass die
Hängeschienen in Verbindung mit den starken
Kartonqualitäten viel zu viel Platz benötigen würden.
Die Erfindung der Orga-Mappen
Das war die Zeit für die Erfindung des
Orga-Mappen- oder Ordnungsmappen-Systems. Sie fußte auf drei
Elementen:
a) der wenig auftragenden Orga-Mappen mit stabilisierenden
Seitenklappen,
b) der schnellen Beschriftungsmöglichkeit durch Orga-Tabs
(selbstklebende Reiter) und
c) der handlichen Orga-Boxen, in die die Orga-Mappen wie Karteikarten
in einem Kasten
abgestellt werden.
Das alles wurde schließlich zu einem enorm praktischen System
ausgebildet, dem . . .
Classei-Sofort-Ordnungssystem.
Hiermit wurde die Sofort-Ordnung am Arbeitsplatz
verwirklicht. Übrigens, das Classei Ablage-System kann mit seinen Produkten
eine Hängeregistratur nachahmen! Man setzt einfach die Hängeleisten auf beiden
Seiten der Orga-Box ein und schon kann man diese in einen Hängerahmen einsetzen.