Hängeregistraturen
In den Büros und Verwaltungen findet man nach wie vor Hängeregistraturen jeglicher Art. Sie behaupten sich gegenüber den Brief- oder Aktenordnern, auch Hebelordnern genannt. Welchen Vorzug haben sie, wenn überhaupt, gegenüber den Aktenordnern?
Der Aktenordner ist eine Sammelakte, d.h. eine Vielzahl von Vorgängen sind in ihm zusammengefasst. Dabei sind die einzelnen zum Vorgang gehörenden Schriftstücke getrennt abgelegt. Beispiel: Schriftstücke eines Kundenbestell-Vorgangs werden üblicherweise in getrennten Briefordnern abgeheftet. So gibt es Ordner für Bestellungen, Korrespondenz, Rechnungen, Versandpapiere, Vertreter u.a.
Während der Bearbeitung des Bestellvorgangs beim Sachbearbeiter werden die Papiere lose gehandhabt, mit Büroklammern zusammengefasst oder vorläufig in Klarsichthüllen abgelegt. Nach der Bearbeitung kommen Sie in einen Ablagekorb. Dort werden sie nicht Vorgangweise zusammengehalten, sondern miteinander vermischt. Damit sie nachher in den Ordnern abgeheftet werden können, werden sie nicht, wie gesagt, nach Vorgängen sondern nach Schriftgutarten abgeheftet. Dazu müssen sie erst noch entsprechend sortiert werden.
Hier setzt nun die Hängeregistratur an. Ordnungsmittel dieser Kategorie gibt es in den verschiedensten Ausführungen je nach Hersteller. Grundsätzlich sind alle Mappen mit Hängeschienen ausgerüstet, die seitlich überstehen, damit man die Mappen in Hängegestellen aufhängen kann. Früher, d.h. das findet man auch heute noch häufig bei Rechtsanwälten, Juristen und Gerichte, herrschte die Flachablage vor. Die Mappen wurden einfach übereinander gestapelt. Schließlich kam man Anfang der 20er Jahre darauf, dass das äußerst unzweckmäßig war. Man erfand die Hängeregistratur, denn man konnte ja nicht die Mappen einfach hinstellen, also hing man sie auf wie man Kleider auf einen Bügel hängt. Zusätzlich musste das Schriftgut geheftet werden, denn sonst würde der Inhalt heraus fallen.
Mit dieser Erfindung hatte man das Problem gelöst, Einzelmappen anzulegen, z.B. für einzelne Kunden, Lieferanten oder Sachgebiete. Aber für eine Ablage nach Vorgängen, waren auch sie nicht geeignet, denn die überwiegende Zahl von Vorgängen bestehen nur aus wenigen Schriftstücken, sagen wir 5 - 30. Für jeden Vorgang einen Hängehefter anzulegen, wäre zu aufwändig gewesen. Ganz abgesehen davon, dass die Hängeschienen in Verbindung mit den starken Kartonqualitäten viel zu viel Platz benötigen würden.
Das war die Zeit für die Erfindung des
Orga-Mappen- oder Ordnungsmappen-Systems. Sie fußte auf drei
Elementen:
a) der wenig auftragenden Orga-Mappen mit stabilisierenden
Seitenklappen,
b) der schnellen Beschriftungsmöglichkeit durch Orga-Tabs
(selbstklebende Reiter) und
c) der handlichen Orga-Boxen, in die die Orga-Mappen wie Karteikarten
in einem Kasten
abgestellt werden.
Das alles wurde schließlich zu einem enorm praktischen System
ausgebildet, dem
Classei-Sofort-Ordnungssystem.
Hiermit wurde die Sofort-Ordnung am Arbeitsplatz verwirklicht. Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, bedienen Sie sich der linken Linkleiste, vor allem die Kästchen Classei-System, Gewinnen, Ordnungstechnik und schließlich Unsere Produkte sind in diesem Zusammenhang aufschlussreich.
Siehe auch:
Hängemappen
Schriftgutverwaltung
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Carma
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